Silberschweif

Variatio delectat

Klingeltöne fürs iPhone leicht und selbst gemacht

Wer ohne Zusatzprogramme unter iTunes ganz einfach einen individuellen Klingeton für sein iPhone erstellen möchte, dem sei dieser Blogbeitrag ans Herz gelegt, der das Procedere in vier Schritten einfach erklärt.

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April 10, 2009 Posted by | Privat, Technik | , , , | 2 Kommentare

Beweis: Debatte um Killerspiele von ideologisierter Politik bestimmt

Nur allzu gern wird in politischen Talkshows, zuletzt bei Maybrit Illner, ein direkter Zusammenhang zwischen Medien- bzw. virtueller Gewalt und menschlichem Verhalten hergestellt. Es geht aber noch schlimmer: So behauptete zuletzt Uwe Schünemann (CDU), Innenminister des Landes Niedersachsen, dass man überhaupt keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema bräuchte, denn der normale Menschenverstand sage einem, dass Spiele, in denen mit Kettensägen Arme und Köpfe abgetrennt werden, nicht gut für die Jugend seien. Als Beleg für die Öffentlichkeit, dass er sich anscheinend mit der Thematik „tiefgründig“ auseinandergesetzt hat, zog er aus seiner Anzuginnentasche eine CD und behauptete, dass das Spiel auf dieser CD alle seine Aussagen untermauern könne. Ah ja.

Punkt 1: Mir ist kein Spiel bekannt, in dem man Menschen oder Menschen ähnlichen Wesen Gliedmaßen abtrennen könnte und in sich Deutschland im freien (legalen) Verkauf befindet. Zwei Spiele, Manhunt und Soldier of Fortune, erfüllen Schünemanns verallgemeinernde Aussage zwar, diese sind hierzulande aber entweder beschlagnahmt (der Gerichtsbeschluss des Amtsgerichts München zur Beschlagnahmung von Manhunt wurde 2005 umgesetzt) oder indiziert (hier beziehe ich mich auf die Dreamcast-Version. Die PC- und Mac-Versionen sind in Deutschland zensiert). So viel dazu.

Punkt 2: Die CD, die Herr Schünemann aus seiner Tasche zog, wies keinerlei gedruckte Beschriftung auf. Er wird doch wohl nicht eine Raubkopie eines in Deutschland auch noch verbotenen oder indizierten Titels mit sich herumgetragen und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt haben …? Würde erstes Szenario zutreffen, hätte er sich zweifach strafbar gemacht. Nämlich der Urheberrechtsverletzung und dem Besitz eines verbotenen Mediums.

Punkt 3: Zur Wirkung von gewalthaltigen Computer- und Videospielen sei nur soviel gesagt: „Auf erkenntnistheoretischer Ebene besteht unter Wissenschaftlern weithin Einigkeit, dass es in Hinblick auf die mediale Welt keine direkten Wirkungen von dieser auf die reale Welt gibt, egal, ob die Inhalte gewaltorientiert sind oder nicht“ (Fehr & Fritz, 2003).

Punkt 4: Laut dem Wikipedia-Eintrag über Uwe Schünemann (hier), ließ er sich durch den diskussions- und journalistisch sowie wissenschaftlich fragwürdigen Frontal 21-Bericht aus dem Jahr 2006 dazu inspierieren, „Killerspiele“ zu verbieten. Herr Schünemann hat sich wohl also noch nie selbst intensiv in wissenschaftlicher Weise mit der Thematik der Medienwirkungsforschung auseinandergesetzt, sondern „plappert“ – salopp gesagt – nur nach, was andere ihm vorgeben. Das ist natürlich einerseits sehr bedauerlich angesichts der Tatsache, dass man von gewählten Volksvertretern einen „passenden Umgang“ mit allen Themen der öffentlichen Agenda erwarten darf. Zum anderen zeigt Schünemanns Auftreten nur, dass gerade die öffentliche (politische) Debatte um Killerspiele „von politischem Opportunismus“ bestimmt ist. Zu diesem Schluss kommt eine Metanalayse amerikanischer Psychologen (hier). Neben der Tatsache, dass in wissenschaftlichen Arbeiten, die die Wirkung von Gewaltspielen untersuchen wollen, die Variable „Aggression“ bzw. „gewalttätiges Verhalten“ nicht adäquadt operationalisiert wird und Drittvariablen, die ebenso als Determinaten des Verhaltens dienen können, nicht berücksichtigt werden (übrigens ein typisches Phänomen der Laborexperimente), würden diese kritikwürdigen Ergebnisse oft genau deswegen zustande kommen, weil sich die Politik selbst aufgrund bestimmter ideologischen Vorgaben innerhalb der Partei bzw. der politischen Richtung gewisse Ergebnisse erhofft. Gräbner (2009), der zu dieser Metanalyse im Portal Telepolis einen Artikel verfasste (hier), kommt zum Schluss:
“[Die Forscher] befürchten nämlich, dass viele Studien zu Mediengewalt und Aggression vor allem aufgrund ideologischer oder politischer Anschauungen durchgeführt werden. Zufällig vereinten sich hier die Agenden konservativer und linker Kreise zu einem ‚Perfect Storm‘ des politischen Opportunismus. Wissenschaftlicher Dogmatismus, meinen Ferguson und Kilburn, habe die Fähigkeit der Science-Community beschädigt, dieses Forschungsgebiet kritisch zu betrachten. Wenn das Ziel der Gesellschaft in einer Verminderung von Gewalt bestehe, solle man sich wissenschaftlich, politisch und ökonomisch doch besser und effizienter mit anderen Bereichen befassen.“

April 2, 2009 Posted by | Gaming, wissenschaftlich | , , , , | 2 Kommentare

Literaturtipps

Wer sich für Themen wie Marketing, Employer Branding, Personalmarketing, Arbeitgeberattraktivität, Person-Organization Fit (bzw. Person-Environment, Person-Job Fit etc.), Wertorientierungen und Wertewandel sowie für Job Search bzw. Job Choice (Berufs- und Arbeitgeberwahltheorien) interssiert, dem seien an dieser Stelle einige Literaturtipps ans Herz gelegt, anhand derer man einen sehr guten Einblick in die jeweilige Thematik bekommt:

  • Marketing –> hier
  • Employer Brand(ing) / Personalmarketing –> hier
  • Arbeitgeberattraktivität –> hier
  • Person-Organization Fit –>hier (siehe auch diesen älteren Post)
  • Werte/Wertorientierungen/Wertewandel –> hier
  • Job Search und Job Choice –> hier

Wer sich nun fragt, wie ich auf darauf gekommen bin: Die hier online gestellte Literatur ist ein Auszug aus der verwendeten Literatur, die im Rahmen meiner Masterarbeit an der Universität Augsburg Verwendung fand. Wer im Übrigen weitere Tipps, vor allem bezüglich des Person-Organization Fit, hat, kann mir gerne eine Mail schreiben bzw. hier einen Kommentar posten!

Übrigens: Einen interessanten Versuch startet die Deutsche Employer Branding Akademie (DEBA) mit employerbranding.org. Dort wird auf Open Source-Basis versucht, eine Kontextbibiliographie rund um das Thema Employer Branding aufzubauen. Es stehen schon einige interessante Literaturhinweise im System, die überdies noch – ganz Web 2.0-like – auf ihre Brauchbarkeit gerankt werden können. Hier gibt’s den Link.

März 31, 2009 Posted by | Privat, wissenschaftlich | , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Nein zum Generalverdacht

In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung äußerte sich Sebastian Edathy (SPD) (hier geht’s zu seiner Website), der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, im Artikel „Schonzeit für Schützen“ (hier) über den Sinn bzw. Unsinn einer möglichen Verschärfung des Waffenrechts. Die SZ zitiert ihn mit folgenden Worten:

„[Es wäre falsch, die] hohe Mehrheit der legalen Waffenbesitzer, die sich korrekt verhält, unter Generalverdacht zu stellen. Das wäre unangemessen und unfair.“

Das sehe ich genauso – allerdings sollte das in gleichem Maße für die Vielzahl an Video- und Computerspielern gelten, die nun sowohl von Seiten der Poltik als auch von den Medien unter eben diesem Generalverdacht stehen. Es sollte langsam in die Köpfe der Politiker, dass auch Gamer potenzielle Wähler sind – gerade wenn wir von „Killerspielen“ sprechen, die i.d.R. erst ab 18 Jahren freigegeben sind und somit ein wahlberechtigtes Klientel ansprechen.

März 26, 2009 Posted by | Gaming, Politik | , , , , | 1 Kommentar

Streitfall Computerspiele

Im Zuge der Debatten zum Amoklauf von Winnenden meldete sich auch der Deutsche Kulturrat zu Wort. Dort heißt es in einer Pressemitteilung (hier):

„Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass nach den tragischen Ereignissen in Winnenden nicht wieder die übliche Schwarzweißdebatte um die Ursache so schrecklicher Gewalttaten geführt wird.“

Naja, darüber lässt sich sicherlich streiten. Vor allem angesichts der Tatsache, dass nur wenige Stunden nach der Tat refelxartig die bösen elektronischen Killerspiele als mögliche Ursache für den Amoklauf vonTim K. herangezogen wurden. Und auch jetzt, zwei Wochen nach diesem schrecklichen Ereigniss, findet eine zum Teil einseitige Berichterstattung statt. Die Eltern der Opfer fordern Politik und Justiz auf, härter bezüglich des Waffenrechts und der medialen Gewaltdarstellung – vor allem im TV – vorzugehen. Zudem setzen sie sich für ein Verbot der „Killerspiele“ ein. Soweit so gut (und berechtigt).

Aber was machen einzelne Medien daraus? „Eltern der Opfer von Winnenden fordern Verbot von Killerspielen“ (Saarbrücker Zeitung; hier), „Als die Pixel böse wurden“ (Berliner Zeitung; hier) oder „Opferfamilien fordern Killerspiel-Verbot“(Süddeutsche Zeitung; hier). Insofern kann wohl auch aus objektiver Sicht heraus nicht von einer differenzierten Betrachtung, sondern es muss stattdessen von einer tendenziösen Berichterstattung gesprochen werden. Damit hat ein Großteil der Journalisten genau das verletzt, wofür sie eigentlich stehen wollen: Qualitätsjournalismus, der objektiv über Geschehnisse informiert.

Der Kulturrat stellte drei Tage nach der Pressemitteilung das Buch „Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz“ als pdf-Version zum Download bereit (hier). Eine, wie ich finde, gute Entscheidung. Je mehr (wissenschaftliche) Veröffentlichungen es zu diesem Thema gibt, desto besser stehen die Chancen, in Zukunft fundierter über (gewalthaltige) Video- und Computerspiele zu diskutieren.

Zum Thema Gewalt und Kunst (und elektronische Spiele sind wohl eindeutig als Kunst- bzw. Kulturform zu definieren) hier noch ein Zitat, das meiner Meinung nach schon viel zur Debatte sagt:

„Kunst und Gewalt [hängen] schon so lange zusammen, wie Gewalt ein Faktum in der Kultur ist: Also immer. In Homers Odyssee, dem ältesten bekannten literarischen Werk, foltert und tötet Odysseus im Finale brutal. Blut und Brutalität sind schon seit jeher fester Bestandteil der abendländischen Kultur beziehungsweise der Kunst. Dies zu verleugnen wäre naiv.“ (Lindemann, T.: Michelangelo würde heute Spiele programmieren. Welt Online vom 22. August 2007; hier)

UPDATE: Boris Schneider-Johne, seines Zeichens Produktmanager für Xbox 360 bei Microsoft Deutschland, hat auf seinem Privat-Blog einen äußerst interessanten und lesenswerten Artikel gepostet, der u.a. auch auf die verzerrende Berichterstattung bezüglich der Forderungen der Opferfamilien eingeht. Er ist hier zu finden.

März 24, 2009 Posted by | Gaming, Politik | , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ich bin ein Mann – Muharharhar

Nachdem ich zwischenzeitlich mindestens eine Millisekunde aufgrund Taras Blogpost (hier) an meiner Männlichkeit gezweifelt habe, wurden diese nun ganz und gar durch einen Friseurbesuch (!) geradezu weggefegt.

Als ich gemütlich auf dem Stuhl Platz nahm, fragte mich eine Angestellte, ob sie mir denn etwas zu lesen geben könne. Da habe ich natürlich nicht Nein gesagt. In Erwartung von Spiegel, Focus und Co. begann ich mich schon zu freuen – allerdings zu früh. Ihre Zeitschriftenauswahl entsprach einem wunderbaren Schubladendenken (, was an dieser STelle gar nicht mal schlimm sein muss): Ich bekam einmal Men’s Health und einmal auto motor sport auf den Schoß gelegt. Wie geil. Im Gegensatz zur Men’s Health-Redaktion fühle ich mich durch die stets gesixpackten und schnieken Covermodels mal absolut null dazu angehalten, denen nachzueifern. Ich bin eher frustriert und gönne mir als Seelenpflaster lieber noch zusätzlich ein Eis … Und wer mich kennt weiß, dass ich jetzt nie der große Auto-Fan war (, was sich zugegebenermaßen mit den Praktika etwas geändert hat, aber deshalb lese ich trotzdem keine Automagazine).

Aber was soll’s. Schließlich habe ich mich so wunderbar bnestätigt gefühlt, dass ich aufspringen wollte und Tim Allens Männergebrüll nachahmen wollte, es aus Peinlichkeitsgründen dann doch gelassen habe. Und zweitens stand in der Men’s Health ein guter Artikel über alternative Medizin.

Trotzdem: Das nächste Mal einfach die Gala oder Freizeit Revue geben. Dann schau ich mir wenigstens schöne Prinzessinen an, die ein so schweres Leben voller Schicksalsschläge aushalten müssen.

März 20, 2009 Posted by | Privat | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Killerspiele – die ewige Debatte

Nach dem schrecklichen Amoklauf eines jungen Mannes/Jugendlichen am gestrigen Tag in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden hatte ich bereits die Befürchtung, dass die Medien – über alle Sender und Zeitungen hinweg – das Thema „Killerspiele“ als eine der Ursachen für diese Bluttat aufgreifen.

Lang hat es nicht gedauert: Bereits am frühen Abend gab es dann erste Berichte, in denen das (mutmaßliche) Umfeld und Leben des 17-Jährigen Tim K. dargestellt wurde – schüchtern, keine Freunde/Freundin und natürlich besaß er „Killerspiele„.
WEB.de – zugegebenermaßen nicht gerade als Meinungsführer und hoch investigatives Nachrichtenmedium bekannt – treibt es dann ganz plakativ auf die Spitze mit der Überschrift „Amokläufer von Winnenden besaß Killerspiele“ (hier).

Ich möchte an dieser Stelle nicht im großen Stil die Argumente aufführen, die einen ursächlichen monokausalen Wirkungszusammenhang zwischen dem Spielen gewalthaltiger Video- und Computerspiele und dem menschlichem Verhalten ausschließen, sondern lediglich auf einige (meiner) Blogeinträge bzw. Abschluss-/Doktorarbeiten verweisen, in denen einiges zu diesem Thema geschrieben steht:

Ladas, M. (2002): Brutale Spiele(r)? Wirkung und Nutzung von Gewalt in Computerspielen. Frankfurt a.M.: Peter Lang (hier gibt’s den Abstract, hier den Link zum Buchkauf).

– Rötzer, F. (2003): Virtuelle Welten – reale Gewalt. Hannover: Verlag Heinz Heise (hier der Link zum Buchkauf).

– Hausmanninger, T. & Bohrmann, T. (2002): Mediale Gewalt. München: W. Fink (hier der Link zum Buchkauf).

Hahn, D. (2007): Killerspielartikel in der Videospielfachpresse – zur Wirkung gewalthaltiger Texte. w.e.b.Square, 02/2007. (hier)

weitere Abschlussarbeiten finden sich im Portal „gamesscience“ (hier)

Fünf Irrtümer über Computerspiele (hier), Blog des Soziologen Benedikt Köhler (Twitter-Account).

Killerspiele: ein Schwarz-Weiß-Denken (hier)

Killerspiele machen aggressiv und friedfertig (hier)

Ebenfalls beachtenswert, um sich tiefer und wissenschaftlicher in die Materie einzuarbeiten, sind z.B. Publikationen von Fritz und Fehr (u.a. hier). Natürlich ist das alles beileibe nicht vollständig, dient aber evtl. dazu, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Ein Blick in die Literaturverzeichnisse der Doktor- bzw. Abschlussarbeiten hilft, weitere relevante Quellen zu finden.

UPDATE: Die CDU-/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag veröffentlichte heute eine Pressemitteilung (hier), in der wieder einmal für ein noch strengeres Jugendschutzgesetz plädiert wird. Vor allem geht es der Union um eine härtere Bewertung hinsichtlich der Altersfreigaben von Computer- und Videospielen. Offensichtlich scheint man bei der lieben Union vergessen zu haben, dass Deutschland bereits das strengste Jugendschutzgesetz und die bindensten Regeln bezüglich des Verkaufs von elektronischen Spielen in der Europäischen Union hat. Und? Was hat das bisher gebracht? Offensichtlich nicht viel. Was bedeutet das? Ich behaupte, ein strengeres Gesetz führt garantiert nicht dazu, derartige Taten zu verhindern.
Vielleicht sollte sich die Union lieber damit beschäftigen, die Anzahl an Schulpsychologen zu erhöhen bzw. diese Leute besser zu schulen. Eventuell wäre dann die Chance größer gewesen, hinter die Fassade von Tim K. zu blicken …

März 12, 2009 Posted by | Gaming, Politik, wissenschaftlich | , , , , , , , , | 6 Kommentare

Mit Spore zum Audi-Designer werden

Obwohl SPORE, das Evolutionsspiel des Sims-Erfinders Will Wright, in der Fachpresse alles andere als gefeiert wurde (u.a. aufgrund der Spielmechanik – z.B. hier – , aber auch ob des rigorosen Kopierschutzes – hier -, ist es wirtschaftlich für den Publisher Electronic Arts ein voller Erfolg. Bis Ende Oktober 2008 konnten bereits mehr als zwei Millionen Exemplare abgesetzt werden (hier) und noch im Januar 2009 stand SPORE auf Platz vier der meistverkauften Spiele des Monats (hier). Damit ist EAs und Wrights Ziel, ein Spiel zu entwickeln, dass den Massenmarkt anspricht, Geld in die Kassen spülen soll und dabei nicht zwingend hervorragende Review-Wertungen erzielen müsse (hier), als erfüllt anzusehen.

Anscheinend hat SPORE mittlerweile einen solch hohen Status erreicht, dass sogar deutsche Premium-Automobilhersteller darauf „abfahren“. So veranstaltet die AUDI AG derzeit einen SPORE-Design-Wettbewerb (hier). Mittels des SPORE-Editors (aus SPORE-Labor) sollen die Teilnehmer Audi-Modelle der Zukunft entwickeln. Die Preise können sich im Übrigen sehen lassen. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. März 2009.

Ich finde es jedenfalls schön, dass man damit für SPORE endlich mal ein richtiges Anwendungsgebiet gefunden hat

März 12, 2009 Posted by | Gaming | , , , | 1 Kommentar

Paper über Social Networks und Web 2.0

Ich bin gerade auf eine Sammlung interessanter Paper zu den Themen Social Networks und Web 2.0 gestoßen, die im Rahmen der World Wide Web Conference 2009 veröffentlicht wurden.
Wen es interssiert, kann hier einen Blick darauf werfen.

Februar 25, 2009 Posted by | wissenschaftlich | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Videospiele: nur noch Mainstream?

Thomas Lindemann schreibt in einem Artikel auf WELT ONLINE über die „Vermainstreamisierung“ der Videospiele (hier). Es gebe nur noch Gehirn-Jogging-Spiele, Pokémon, Pferdespiele und Forsetzungen (z.B. Guitar-Hero). Games, die die Hoffnung auf ein echtes Hardcore-Spielerlebnis nähren, enttäuschten. F.E.A.R 2 tituliert er als wirr, Mirror’s Edge als schlecht spielbar. Auch Titel wie Little Big Planet, Spore, FarCry 2 oder Alone In The Dark 5 hätten nichts revolutionäres hervorgebracht. Zumindest bei Letzterem frage ich mich ernsthaft, ob das irgendjemand ernsthaft in der Branche erwartet hatte …

Nun, lässt man den Blick tatsächlich nur oberflächlich auf die derzeitige Lage der Videospiele streifen, hat Herr Lindemann recht. Was er fordert – ein surreales Videpsiel, einen Karl Valentin oder eine Nina Hagen der Gamesindustrie – gibt es jedoch durchaus: Im Sommer machte Braid von sich reden (u.a Xbox Live Arcade), ein intelligenter Plattformer, der im wahrsten Sinne des Wortes mit der Zeit spielt. Aktuell ist World of Goo (u.a. WiiWare) zu nennen, das frischen Wind in das Genre der Denk- und Puzzlespiele bringt. Möchte Herr Lindemann es aber wirklich bizarr, wäre er mit Killer 7 (GameCube) gut beraten. Dort könnte er in die Hirne von sieben Massenmörder eintauchen. Oder sich etwa mit dem inoffziellen Nachfolger No More Heroes (Wii) beschäftigen, der weniger politische, denn soziale Probleme anprangert. Oder aber er wartet auf die Spiele Mad World (Wii) und The Conduit (Wii) – beide sicherlich ob ihrer Thematik keine Mainstreamgames.
Im Übrigen plant das von Herrn Lindemann so angeprangerte Unternehmen EA durchaus einen Nachfolger zu Mirror’s Edge (hier) – eigentlich sind es sogar zwei, da Mirror’s Edge als Trilogie geplant war.

Ich verstehe Herrn Lindemanns Kritik und stimme ihr zu einem gewissen Punkt zu, doch ein genauerer Blick hinter die Kulissen verrät: Noch ist nicht alles Casual oder Mainstream!

P.S. Dass die Rangelei um die Games Convention (Leipzig) bzw. gamescom (Köln) für den deutschen Standort und die Videospielbranche im Allgemeinen nicht hilfreich war, ist absolut richtig. Ob die Games Convention allerdings dauerhaft sinnvoll in Leipzig hätte betrieben werden können (sprich wachstumsfähig wäre), ist zumindest diskussionswürdig. Wobei ich selbst mit einem weinenden Auge nach Leipzig schaue. Mir hat die vergangene Games Convention außerordentlich gut gefallen!

Februar 25, 2009 Posted by | Gaming | , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar