Silberschweif

Variatio delectat

Gezwitscher

Der Blogger ist tot, es lebe der Blogger! Oder zumindest der Micro-Blogger. Der schreibt nicht mehr ausführliche Texte zu Themen, die ihn interessieren bzw. die er für relevant hält, sondern gibt seinen Mitmenschen meist in ca. 140-160 Wörtern darüber Auskunft, was er gerade macht, wo er ist bzw. ob er vllt. auf etwas Mitteilungswertes gestoßen ist (Webiste, Video, Service etc.).

Der beliebteste(/bekannteste) Dienst für die kurze Mitteilung für zwischendurch ist Twitter. Entweder via Web oder über ein internetfähiges Handy (ja, hier bietet sich das iPhone hervorragend an 🙂 ) können die „Statutsmeldungen“ gepostet werden. Ist man gut vernetzt und hat man ein Häkchen an der entsprechenden Stelle gesetzt, bekommt man so via Mail oder SMS darüber Bescheid, wer gerade wieder etwas „getwittert“ hat – und bleibt so stets auf dem Laufenden.

Ich finde das vor allem vom Nutzwertaspekt für sehr hilfreich. Kurz mal eine Frage in die Runde „gezwitschert“ und meist erhält man sehr schnell eine Antwort darauf, die über Mail o.Ä. weitaus länger gedauert hätte. Und jemanden anrufen ging evtl. auch nicht, weil man nicht wusste, wer die Frage hätte beantworten können.
Deshalb habe ich mich nun auch dazu entschlossen, „mitzutwittern“ (twitter.com/silberschweif). Auch auf nochmalige Anregung Mustafas (danke nochmal für das Interview!) hin, und der Tatsache, dass ich mir sehr wahrscheinlich zu Weihnachten ein iPhone gönnen werde. Die nötige App für den mobilen Twitter-Dienst gibt’s ja auch schon: Twitterific. Und das vollkommen kostenfrei.

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November 30, 2008 Posted by | Privat, Technik | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Musikalisch

Kam irgendwie gerade auf die doofe Idee ab sofort meinen Musikgeschmack zu protokollieren und so mit der Zeit ein „persönliches Audiogramm“ zu erstellen 🙂

Zu finden ist das Ganze dann auf der „Musik-Mix-Box“-Seite. Darauf werde ich von nun an regelmäßig die Musik(videos) posten, die gerade so bei mir läuft.

November 26, 2008 Posted by | Musik, Privat | , | Hinterlasse einen Kommentar

Soundfiles in beliebige Formate konvertieren

Wer auf der Suche nach einem platzsparenden, intuitiven, Apple-nativen und leistungsstarken Konverter für Audio-Dateien ist, sollte sich mal den „Switch Audio-Dateikonverter“ von NCH Software ansehen.

Der braucht auf der Platte nur 1,5 MB, ist leicht zu bedienen und konvertiert beliebige Formate in (fast) jedes vorstellbare Dateiformat (von .aiff bis .wpl).
Die Geschwindigkeit ist auch passabel – kommt logischerweise auch auf die eingestellte Bitrate an. Hörbare Unterschiede bzw. Verschlechterungen bei der Soundqualität habe ich bislang noch nicht feststellen können. Allerdings habe ich bisher auch nur .wma-files in .mp3.Dateien umgewandelt.

Switch ist in einer kostenlosen, aber auch in einer kostenpflichtigen Version (Switch Plus) zu haben, die dann natürlich auch mit einem Mehr an Features und Einstelloptionen aufwartet.

Damit man sich ein Bild machen kann, hier ein Screenshot von der Bedienoberfläche:
switch-audio-konverter

November 24, 2008 Posted by | Privat, Technik | , , , , , , | 2 Kommentare

Ein Quäntchen Toast

Casino Royale fand ich super. ALso nix wie rein in den neuen Bond-Streifen „Ein Quantum Trost„. Was im Englischen noch irgendwie gut klingt, ist im Deutschen doch etwas sperrig geraten – trifft aber die Quintessenz des Films ziemlich genau: Bond wird am Ende tatsächlich ein wenig Trost finden können, wenngleich er ein immer noch gebrochener Agent ist und bleiben wird. Soweit zu den „guten“ Seiten des Films.

Leider kommt „Ein Quantum Trost“ in keiner Szene an den Vorgänger heran, was gar nicht mal unbedingt an Bond bzw. Daniel Craig selbst liegt. Vielmehr hat der in Ulm geborene Regisseur Marc Forster vergessen, seiner Partnerin Camille (Olga Kurylenko) sowie seinem Gegenspieler Green (alias Mathieu Amalric) charakterliche Tiefe zu geben. Während Camille – in keineswegs stets überzeugender schauspielerischer Art und Weise – wie Bond versucht, sich für den Mord an ihren Eltern zu rächen, kommt Green zu oft zu sympathisch rüber. Auch wenn durchaus gewollt ist, dass diesmal nicht klar zwischen Gut und Böse unterschieden werden kann, so ist das für meinen Geschmack doch zu viel des Guten (!). Daneben überzeugen mich schlicht die Beweggründe und die Durchführung des abermaligen „Weltherrschaft an sich reißen“ bzw. „so viel Kohle wie möglich anhäufen“ nicht.
Es wirkt, als wäre die „Story“ zwischen die überladenen Action-Szenen gepresst worden, die eindeutig den Löwenanteil an „Ein Quantum Trost“ ausmachen. Mal gibt’s eine Verfolgungsjagd im AUto, dann im Motorboot, dann im Flugzeug, dann auf den Glsadächern eines mitten in die Wüste gebauten Schurkenhauptquartiers usw. Natürlich sind die Actionsequenzen toll gemacht und spannend, aber wirklich neu ist das alles nicht.

Und es zeugt nicht gerade für einen brillanten Film, wenn ich mich nur noch schwer an den Schluss erinnern kann – und das nach nur viert Tagen!

Alles in allem ist „Ein Quantum Trost“ ein unterhaltsamer Film, den man sich, anstatt im Kino Geld zu lassen, lieber als DVD/Blu-Ray ausleihen sollte.

November 9, 2008 Posted by | Kino, Privat | , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Alles Wissen auf meinem Screen

Ich komme mir vor wie sich wahrscheinlich die Besucher der berühmten antiken Bibliothek von Alexandria damals gefühlt haben mussten: Ich bin umgeben von Allwissen. Diese Allwissenheit sprudelt aus nichts anderem als aus Google hervor.

Im Zuge meiner Masterarbeit habe ich nun auch die Vorzüge (aber auch Nachteile!) von Google Books entdeckt. Fluchs einen Autor, einen Buchtitel oder einfach nur ein Stichwort bzw. Wortfolge in das Suchfeld getippt und schon begeistert Google Books mich mit altehrwürdigen Klassikern der Organisationspsycho- und -soziologie – von Max Weber über Herzberg und Inglehart bis hin zu Rosenstiel, Stengel und Nerdinger. Tatsächlich kann ich mir bisweilen den Gang in die Uni-Bibliothek und vor allem den kostspieligen Gang zum Kopiergerät sparen. Habe ich doch alles schön scroll- und durchsuchbar digital auf meinem heimischen Screen.

Es ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt. Zum einen werden oftmals nicht alle Seiten eines Werkes angezeigt (was man aber durch gezielte Suche innerhalb des Schmökers, zugegeben ziemlich arbeitsaufwändig, umgehen kann), zum anderen sind noch längst nicht alle Bücher eingescannt. Vor allem neuere Wälzer oder von Google als anscheinend besondere Klassiker eingestufte Werke kann man nicht einsehen, sondern nur z.B. über einen Amazon-Link käuflich erwerben.

Dabei habe ich noch als weiteres Manko ganz die rechtliche Seite einer solchen kostenlosen Online-Bibliothek außer Acht gelassen. Denn anscheinend werden die Autoren der eingescannten Werke überhaupt nicht über ihr Glück, Teil der virtuellen Büchersause zu sein, informiert (siehe Artikel in WELT Online).

Sei’s drum: Für jeden (angehenden) Wissenschaftler ist Google Books sicherlich eine nützliche Hilfe, wenn auch nicht jedesmal der Gang in die heimische Bib gespart werden kann.

P.S. Ach ja: Und warum, liebe Google-Suchmaschine, kann ich Sätze nicht direkt aus dem eingescannten Text herauskopieren, sondern muss sie tatsächlich händisch abtippen???
UPDATE: Und hey, warum habe ich nur eine begrenzte Anzahl an „Aufrufklicks“ zur Verfügung? Das ist ja total doof. In der Bib muss ich ein Buch ja auch nicht zurücklegen, wenn ich es mir drei mal durchgeblättert habe … Hmpf…

November 4, 2008 Posted by | Technik, wissenschaftlich | , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar