Silberschweif

Variatio delectat

Die Wirkung von Wahlplakaten

Was mich an Wahlen nervt ist nicht der sonntägliche Marsch ins Wahllokal, nicht die mehrstündigen Hochrechnung auf die zehnte Stelle hinter dem Komma und auch nicht elend lange und vor allem uninteressante Gewinner- bzw. Verlierer-Interviews im Anschluss an das amtliche Wahlergebniss mit den stets gleichen und vorhersagbaren Plattitüden.

Was mich nervt sind die zumeist unsäglich einfallslosen und hässlichen Wahlplakate, die jeden Baum, jeden Zaun und jeden Laternenemast verschandeln. Da denkt die FDP im derzeitigen Wahlkampf zur bayerischen Landtagswahl, sie wäre super einfallsreich, indem sie mit gelber Schrift auf schwarzem Grund schreibt „Der deutlichste Kontrast zu Schwarz“ (nichtsdestotrotz ist die CSU natürlich erster Ansprechpartner, sollte es tatsächlich zu einem Verlust der absoluten Mehrheit für die CSU und damit zu einer Koalition in Bayern kommen). Auch die Grünen locken mit einem „Zeit wird’s“ auch keinen alten Hund hinter dem Ofen hervor, versprühen aber immerhin noch so etwas wie Spaß im bierernsten Bayern. Und was mir die CSU mit dem Slogan „Sommer, Sonne, Bayern“ sagen will, bleibt schleierhaft. Vielleicht, dass es mit den Linken im Landtag weder noch einmal Sommer wird, noch Bayern weiter sicher vor sich hin existiert? (Eine andere Erklärung findet sich hier.)

Gott sei Dank gibt es gibt es Leute wie Stefan Selke. Der Mediensoziologe erklärt in diesem SZ-Interview, was die Parteien uns sagen wollen und wie deren Wahlplakate eigentlich wirken …

September 26, 2008 Posted by | Politik, Privat, wissenschaftlich | , , , , , , , , | 1 Kommentar

w.e.b.Square in neuem Gewand

Unser feines, und mittlerweile gar nicht mal so kleines (auf den Content bezogen) Online-Journal w.e.b.Square hat ein Facleift erhalten.
So kann man sich ab sofort nicht nur an dem schöneren und übersichtlicheren Design erfreuen, sondern genießt auch weitere Vorteile wie direkte Zitationshinweise, Bewertungsmöglichkeiten oder eine gute Suchfunktion.

Die bisher eher lose aneinandergefügten wissenschaftlichen Artikel, Beiträge oder Abschlussarbeiten wurden nun in thematisch passende Ausgaben zusammengefasst und können im Archiv eingesehen und heruntergeladen werden.

Auch die neue Ausgabe ist bereits veröffentlicht und widmet sich der Hochschullehre 2.0 in Zeiten von Bologna.
Eine Autorenseite, mit ausführlichen Beschreibungen der Autoren rundet das neue Angebot ab. Zukünftig wird es pro Jahr vier Ausgaben von w.e.b.Square geben.

Bevor ich weitere Worte verliere verweise ich lieber auf die Blogs von Sandra und Tara. Dort wurde der Relaunch schon ausführlich behandelt.

September 25, 2008 Posted by | wissenschaftlich | , , , , , , | 1 Kommentar

QR-Codes selbst gemacht

Ich stehe ja auf (nutzlose) Gimmicks und Spielereien. Beim QR-Code-Generator (QR = Quick Response) der Firma Kaywa weiß ich aber nicht einmal, ob das wirklich nur „Spielerei“ ist. Neben der Tatsache, dass ich die Idee, eigene Texte, SMS, Bilder oder auch URLs sehr lustig finde, könnte das ganze sogar praktischen Nutzen haben. Zum Beispiel als romantisch-verklausulierte (Liebes)Botschaft an die/den Angebetete/n.

Ich habe das Ganze natürlich sofort einmal ausprobiert …

Nun ja, jedenfalls sei jedem diese Seite empfohlen, zumal der Dienst kostenfrei ist. Wer jetzt noch auf der Suche nach einer Dekodiermöglichkeit ist, kann sich Stefan Hafenegers iPhone/iPod touch App „Barcode“ ebenfalls gratis aus dem App-Store holen.

Übirgens: Echte „Mehrwert-QR-Codes“ bieten einige Print-Anzeigen der Premiummarke MINI der BMW Group. Neben einem Techniklexikon und Verbrauchsangaben bekommt der Nutzer auch nette Wallpaper, Klingeltöne oder ganze TV-Spots auf das Handy geladen.

(Quelle: PressClub der BMW Group)

September 25, 2008 Posted by | Privat, Technik | , , , , , , | 3 Kommentare

Microsoft wird lustig

… zumindest versuchen sie es. Vor knapp einer Woche startete das Redmonder Unternehmen eine ungewöhnliche Imagekampagne, in der Bill Gates und Jerry Seinfeld als „Paris Hilton und Nicole Richie-Verschnitt“ durch die Lande ziehen und sich dabei reichlich dumm anstellen.

Allen negativen Aspekten von Microsoft zum Trotz finde ich diese Imagespots äußerst unterhaltsam und gelungen. Dafür kann man dann auch gerne mal 300 Mio. Euro springen lassen. Soviel soll die Kampagne angeblich kosten.

Commercial #1

Commercial #2

September 12, 2008 Posted by | Privat | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Klimakiller Konsole …

Vor rund zwei Monaten veröffentlichte Greenpeace die achte Fassung ihres „Guide to Greener Electronics„. Darin wurden auch Produkte der Videospielhersteller Nintendo und Microsoft, sprich Wii und Xbox 360, auf Umweltverträglichkeit gestestet.

Und siehe da: Nintendos familientaugliches Spielgerät ist eigentlich eine Umweltsau und trägt die weiße Unschuldsfarbe vollkommen zu Unrecht 😉 Zumindest, wenn man die Kriterien der Greenpeace-Tester anlegt. Dass diese nicht der Weisheit letzter Schluss sind, kann man in diesem SPIEGEL-Artikel nachlesen.

September 12, 2008 Posted by | Gaming, wissenschaftlich | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar